Polkadot-XCM-Fehler strich 4,06 Mio. dotUSD, Treasury verliert 1,3 Mio. Dollar
Ein XCM-Fehler auf Polkadot Asset Hub hat rund 4,06 Millionen dotUSD aus dem erfassten Gesamtangebot des Tokens entfernt, während die Token selbst im Liquiditätspool DOT/dotUSD blieben — so ein Forenbeitrag des Nutzers bkchr vom 26. Oktober. Die Abweichung erzeugte ein Preisungleichgewicht im Pool, das Arbitragehändler ausnutzten; die Liquiditätsposition der Polkadot-Treasury sank dadurch um geschätzt 1,3 Millionen Dollar.
Die Polkadot Technical Fellowship entdeckte das Problem am Wochenende und behob es über ein Whitelisted-Caller-Referendum, den Schnellweg für dringende technische Änderungen. Der zugrunde liegende Fehler ist behoben, die betroffenen Assets wurden auf ein kontrolliertes Konto verschoben, um weitere Abflüsse zu verhindern. Wallets und Guthaben von Nutzern seien nicht betroffen, es sei nichts zu tun.
Am 27. Oktober folgte die Mitteilung, dass Referendum 1961 eingereicht wurde, mit zwei Änderungen: das erfasste dotUSD-Angebot an die vorhandenen Guthaben anpassen, ohne einzelne Bestände zu verändern, und Snowbridge wiederherstellen, indem fehlerhafte Ausführungsgewichte aus dem letzten Bridge-Hub-Runtime-Upgrade zurückgenommen werden. Eine vollständige technische Nachbetrachtung ist angekündigt.

Was das bedeutet
Der Verlust entstand in der Buchführung, nicht durch gestohlene Schlüssel: Angebot und Guthaben stimmten nicht überein, und der Markt preiste die Abweichung binnen Stunden ein. Das ist die typische Form von Fehlern in kettenübergreifender Kommunikation — ein Betrag wird in einem Register abgezogen, im anderen nicht. Lesenswert ist auch der zweite Punkt von Referendum 1961: Ein Runtime-Upgrade mit falschen Gewichten legte still die Brücke lahm; die Nachbetrachtung dürfte daher ebenso von Upgrade-Tests handeln wie von XCM.