Sei v6.7.1 flickt die FlatKV-Migration und bittet pacific-1-Knoten um ein Update vorab
Sei hat am 8. Oktober Version v6.7.1 seiner Knotensoftware seid veröffentlicht, einen Patch auf v6.7.0 für genau einen Vorgang: die Migration des EVM-Zustands von memIAVL in einen neuen Speicher, FlatKV. Das Update ist nicht verpflichtend, doch das Sei-Team bat Validatoren und Betreiber im Mainnet pacific-1, es vor Beginn der Migration einzuspielen – angesetzt für etwa 17:00 UTC am 9. Oktober, wenn der Migrationsvorschlag angenommen sein sollte. Das Testnetz atlantic-2 war bereits am 1. und 2. Oktober migriert.
Kompatibilität. Es gibt keinen Governance-Vorschlag und keinen koordinierten Chain-Halt. Laut Notes gibt es keine konsensbrechenden Änderungen, der AppHash bleibt gleich; Knoten auf v6.7.0 und v6.7.1 bleiben im Konsens, v6.7.0-Knoten bekommen nur die Fixes nicht.
Was behoben wird. Die Notes zählen acht Fixes und eine Entfernung. Die meisten betreffen die Migration und den State-Commit-Speicher. Data Races und Rollback-Probleme im State-Commit-Speicher, wichtig für Validatoren: Router und Schreibmodus des zusammengesetzten Speichers werden jetzt atomar umgeschaltet, der Schreibmodus wird beim Rollback neu abgeleitet, und eine Untergrenze sichert FlatKV-Rollbacks. Falsche Contract-Nonces nach State Sync: Ein Knoten, der mitten in der Migration per State Sync aufgesetzt wurde, konnte für manche Contracts Nonce 0 haben. Der Fix verhindert das künftig, repariert betroffene Knoten aber nicht – wer während der Migration einen State Sync gemacht hat, soll nach dem Update erneut synchronisieren. Dazu kommen konsistente Iteration (Duplikate werden zugunsten von memIAVL aufgelöst, wie beim Lesen) und eine Prüfung der Modulnamen im memIAVL-Snapshot-Importer.

Zwei Prüfungen vor dem Update. Erstens: seid export ist weg. Der veraltete Befehl zum Genesis-Export wurde entfernt; Skripte, die ihn nutzen, brechen. seid init, collect-gentxs und der Genesis-Import bleiben unverändert. Zweitens: Festgepinnte Schreibmodi scheitern jetzt laut. Wer sc-write-mode-enable-auto = false setzt und sc-write-mode auf einen der Migrationsmodi festlegt, erlebt, dass der Knoten nicht startet, wenn der Modus nicht zum Migrationsstand auf der Platte passt. Bisher startete ein solcher Knoten und wich dann vom Netz ab. Abhilfe laut Notes: sc-write-mode-enable-auto = true im Abschnitt [state-commit] der app.toml.
Die zweite Änderung ist die lehrreichere. Eine Einstellung, die einen Knoten still auf einen anderen Zustand als seine Peers brachte, wird zum Startfehler – der Tausch, den jedes Infrastrukturteam macht, wenn eine leise Abweichung schlimmer ist als ein sichtbarer Ausfall.
Für Knoten, die die v6.7-Upgrade-Höhe auf pacific-1 (Block 236.450.000, Vorschlag 125) noch nicht erreicht haben, kann v6.7.1 direkt statt v6.7.0 für das Upgrade genutzt werden. Statisch gelinkte Binärdateien für linux/amd64 und linux/arm64 liegen mit Prüfsummendatei bei.
Quelle: Release Notes zu Sei v6.7.1, 8. Oktober 2026 — https://github.com/sei-protocol/sei-chain/releases/tag/v6.7.1