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BIP 458 aufgenommen: Halb-Aggregation macht aus n Schnorr-Signaturen 32n + 32 Byte

Das BIPs-Repository hat am 2. November den Pull Request 2205 zusammengeführt und damit BIP 458 aufgenommen, Half-Aggregation of BIP 340 Signatures. Das Dokument von Tim Ruffing, Jonas Nick und Fabian Jahr hat den Status Draft und den Typ Specification, erhielt seine Nummer am 2. Juli 2026 und kommt mit einer Referenzimplementierung in Python und Testvektoren.

Halb-Aggregation fasst eine Reihe von BIP-340-Schnorr-Signaturen zu einer einzigen Signatur zusammen, die etwa halb so groß ist wie alle zusammen: n Signaturen belegen 64 mal n Byte, ihr Halb-Aggregat 32 mal n plus 32. Das Verfahren ist eine reine Funktion aus Signaturen, öffentlichen Schlüsseln und Nachrichten und nicht interaktiv; weder Unterzeichner noch Prüfer müssen mitwirken. Darin unterscheidet es sich von MuSig2 aus BIP 327, bei dem Unterzeichner gemeinsam eine Signatur unter einem aggregierten Schlüssel erzeugen. Hier gibt es keinen aggregierten Schlüssel; der Prüfer prüft das Aggregat gegen jeden einzelnen Schlüssel und jede Nachricht. Die Spezifikation beschreibt auch eine schrittweise Form, die einem bestehenden Aggregat weitere Signaturen hinzufügt.

Als Beispiele nennen die Autoren zwei Anwendungen. Die eine ist der Routing-Gossip des Lightning-Netzwerks, der heute ECDSA-Signaturen trägt: Bei einem Wechsel auf BIP 340 könnten Knoten Nachrichten bündeln und deren Signaturen halb aggregieren. Die andere liegt im Konsensprotokoll von Bitcoin, wo die Idee schon früher diskutiert wurde. Die Abwägungen jeder Anwendung überlässt das BIP bewusst anderen Dokumenten, und der Referenzcode ist als nicht für den Produktivbetrieb gekennzeichnet.

BIP 458 aufgenommen: Halb-Aggregation macht aus n Schnorr-Signaturen 32n + 32 Byte
BIP 458 aufgenommen: Halb-Aggregation macht aus n Schnorr-Signaturen 32n + 32 Byte — Coin Brief

Was das bedeutet

Ein aufgenommenes BIP ist eine Spezifikation, keine Änderung an Bitcoin. An Transaktionen und Blöcken ändert sich nichts; Halb-Aggregation im Konsens bräuchte einen eigenen Soft-Fork-Vorschlag und breite Zustimmung. Die Aufnahme gibt Entwicklern aber eine gemeinsame Definition und gemeinsame Testvektoren, und genau dieser Schritt muss kommen, bevor sich ein Protokoll auf das Verfahren stützen kann.

Geschrieben von Victoria Shinder.