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Bitcoin Core 32.1 erscheint, nachdem 32.0 nur getaggt wurde; 29.x erreicht Lebensende

Bitcoin Core 32.1 wurde am 27. Oktober auf bitcoincore.org veröffentlicht. Die Release Notes beginnen ungewöhnlich: Wegen Problemen in letzter Minute wurde 32.0 zwar getaggt, aber nie vollständig angekündigt oder veröffentlicht; 32.1 ist damit das erste Release der Reihe 32.x. Mit ihm erreichen die Versionen 29.x und älter ihr Lebensende und erhalten keine Updates mehr. Gemäß Sicherheitsrichtlinie werden in zwei Wochen drei in 30.0 behobene Schwachstellen mittlerer und hoher Schwere offengelegt; in 32.1 behobene Schwachstellen geringer Schwere gibt es keine.

Zu den Netzwerkänderungen: Automatisch von Bitcoin Core angelegte Tor-Hidden-Services aktivieren nun Proof-of-Work-Schutz, wenn der Tor-Dienst ihn unterstützt. Die Ratenbegrenzung beim Weiterleiten von Transaktionen wechselt von einer Begrenzung pro Peer zu einem globalen Rückstau, um Speicher und CPU in Spitzenzeiten zu schonen; der Standard bleibt bei 14 Transaktionen pro Sekunde, für ausgehende Peers um das 2,5-Fache erhöht und per -txsendrate einstellbar. Neu ist eine Bandbreitengrenze von 12 MB Transaktionen pro 10 Minuten. Beides zeigt getnetworkinfo.

Das Release schließt ein mögliches Leck der IP-Adresse des Absenders bei -privatebroadcast=1: Scheiterte ein Verbindungsversuch mit P2P-Protokoll v2, konnte der Wiederholungsversuch mit v1 die erzwungene Tor-Route umgehen und direkt über IPv4 oder IPv6 verbinden. Die Notes nennen die Bedingungen — ein fälschlich als v2-fähig beworbener Peer, konfiguriertes Tor und kein Proxy für IPv4 oder IPv6. Die Warteschlange für privaten Versand ist zudem auf 10.000 Einträge begrenzt. Unterstützt werden Linux-Kernel 3.17, macOS 14 und Windows 10 Version 1903 oder neuer.

Bitcoin Core 32.1 erscheint, nachdem 32.0 nur getaggt wurde; 29.x erreicht Lebensende
Bitcoin Core 32.1 erscheint, nachdem 32.0 nur getaggt wurde; 29.x erreicht Lebensende — Coin Brief

Was das bedeutet

Ein übersprungenes .0 ist selten, und die Notes erklären die Probleme in letzter Minute nicht; Betreiber sollten 32.1 schlicht als Startpunkt nehmen. Handlungsrelevant ist das Lebensende: Wer noch 29.x betreibt, liegt nun außerhalb des Supports. Die Korrektur beim privaten Versand betrifft die kleine Gruppe, die diese experimentelle Funktion für Privatsphäre nutzt — sie versagte genau in dem Fall, auf den diese Nutzer sich verließen.