lnd 0.21.5 schließt Taproot-Overlay-Kanäle mit fehlenden Aux-Signaturen zwangsweise
Lightning Labs hat am 27. Oktober lnd v0.21.5-beta veröffentlicht, zusammen mit dem Wartungsrelease 0.20.6-beta. Die Notizen zu 0.21.5 nennen keine Datenbankmigrationen; es handelt sich um Fehlerkorrekturen, von denen mehrere das Verhalten ändern.
Am ehesten auffallen dürfte diese: Die Prüfung der Hilfs-HTLC-Signaturen auf Taproot-Overlay-Kanälen wird verschärft, ihre Anzahl muss der Zahl der HTLCs im Commitment entsprechen, wie es für die Signaturen auf BTC-Ebene schon galt. Ein Commitment, das scheitert, wird als ungültig abgelehnt, was den Kanal zwangsweise schließt. Betroffen ist laut Notizen ein Taproot-Overlay-Kanal, dessen Gegenstelle lnd ohne angeschlossenen Aux-Signer betreibt, etwa bei gestopptem tapd. Deren Commitments wurden bisher akzeptiert und hinterließen HTLCs mit leeren Hilfssignaturen, die beim Zwangsschließen nicht eingesammelt werden konnten. Gegenstellen mit älterem tapd und angeschlossenem Signer sind nicht betroffen.
Weitere Korrekturen: ein Deadlock im nativen SQL-Verbindungspool, bei dem zwei SubscribeInvoices-Aufrufe mit settle_index ungleich null unter SQLite alle Verbindungen belegen und jeden Datenbankzugriff blockieren konnten; Gebührenschätzungen einer externen fee.url-API werden jetzt bei 10.000 sat/vB gedeckelt, bisher gab es nur eine Untergrenze; und lnd schlägt keine Commitment-Gebühr unter 253 sat/kw mehr vor, was mit max-commit-fee-rate-anchors=1 oder einem Backend mit zu niedrigen Gebühren vorkam. lnd versucht nun, solche Kanäle auf das Minimum anzuheben, und warnt beim Start vor der Einstellung. Die Verarbeitung von Widerrufen prüft jetzt vor der Buchführung, und die TLV-Dekodierung reserviert die angegebene Länge nicht mehr vorab.

Was das bedeutet
Das meiste ist defensiv: Grenzen für Werte, die von außen kommen — Signaturen der Gegenstelle, eine externe Gebühren-API, eine angegebene TLV-Länge. Die Taproot-Overlay-Änderung ist die betrieblich relevante. Betreiber von Taproot-Asset-Kanälen sollten vor dem Update prüfen, ob jede Gegenstelle mit angeschlossenem Aux-Signer läuft — die neue Regel macht aus einem verborgenen Problem beim Einsammeln ein sofortiges Zwangsschließen.