BIP-138 erweitert die Empfaengermenge auf jeden eindeutigen Schluessel im Backup
Pull Request 2300 ist ins BIP-Repository eingeflossen und aendert die Definition der Empfaenger in BIP-138, dem vorgeschlagenen Backup-Verfahren fuer Wallet-Konten. Bisher bezog die Spezifikation ihre Schluesselmenge aus den oeffentlichen Schluesseln im Deskriptor beziehungsweise in der Wallet-Policy. Nun stammt sie aus den eindeutigen oeffentlichen Schluesseln ueber alle Deskriptor- und Policy-Mengen und alle Inhaltselemente der Nutzlast hinweg, weiterhin in aufsteigender lexikografischer Ordnung.
Die Entwurfsdiskussion zu BIP-138 laeuft auf Delving Bitcoin und der Liste bitcoindev; das Verfahren ist ueber ein bitweises XOR auf dieser geordneten Schluesselmenge definiert.

Was das bedeutet
Das liest sich wie eine Aufraeumarbeit und ist naeher an einer Festlegung des Geltungsbereichs. Eine Backup-Nutzlast ist nicht ein Deskriptor; sie kann mehrere Policy-Mengen und eine Reihe von Inhaltselementen tragen, und die alte Formulierung liess offen, wessen Schluessel das Ergebnis bestimmen, wenn mehr als eines davon enthalten ist. Jeden eindeutigen Schluessel der gesamten Nutzlast zu nehmen beantwortet das eindeutig, und das tragende Wort ist eindeutig: Ein Schluessel, der in zwei Policies auftaucht, darf nur einmal beitragen, sonst leiteten zwei Wallets mit ueberlappenden Schluesseln aus demselben Material Verschiedenes ab.
Praktisch betrifft das jeden, der bereits gegen den Entwurf gebaut hat. Aendert sich, welche Schluessel in die geordnete Menge eingehen, aendert sich die Ableitung — Backups nach der alten Lesart lassen sich unter der neuen nicht reproduzieren. Fuer einen BIP in Diskussion ist das voellig normal und genau der Grund, ein Backup-Format im Entwurfsstadium als Format zum Testen zu behandeln und nicht als Format, in dem echtes Wiederherstellungsmaterial liegt.