Lidos geplantes Modul für 2.048-ETH-Validatoren verlangt 32 ETH Sicherheit für den ersten Schlüssel
Lido hat einen auf den 1. Oktober datierten Plan für eine neue erlaubnisfreie Route seines Community Staking Module veröffentlicht, die Ethereums große, sich aufzinsende Validatoren unterstützt, berichtete CryptoSlate. Das als 0x02 bezeichnete Modul soll neben der bestehenden 0x01-Route laufen.
Was es unterstützt. Nach EIP-7251 können Validatoren mit 0x02-Auszahlungsadresse bis zu einem effektiven Guthaben von 2.048 ETH aufzinsen; zum Aktivieren reichen weiterhin 32 ETH. Validatoren der bestehenden Route sind auf je 32 ETH begrenzt. Die neue Route läuft im Testnetz Hoodi, das Mainnet wird für das vierte Quartal 2026 erwartet; über ihre Parameter im Staking Router wird später abgestimmt.
Die Sicherheit. Die Sicherheitsleistung eines Betreibers ist ein Depot in stETH, das Verluste und Strafen abdeckt; den Stake des Validators stellt das Protokoll gesondert. Der Vorschlag sieht 32 ETH für den ersten und 30 ETH für jeden weiteren Schlüssel vor, gegenüber 2,4 und 1,3 ETH auf der bisherigen Standardroute. Bei vollen 2.048 ETH entspricht die Sicherheit für den ersten Schlüssel 1,5625 Prozent des delegierten Stakes. Betreiber erhielten 2 Prozent der Staking-Erträge, 8 Prozent gingen an die Treasury.
Ab wann es sich lohnt. CryptoSlate rechnet bei gleicher Rendite und Leistung vor, dass ein Schlüssel der neuen Route die Betreibergebühren je hinterlegtem ETH eines ersten Standardschlüssels bei etwa 747 ETH Stake erreicht – und bei etwa 1.330 ETH, wenn man ein Budget von 32 ETH auf 23 Standardschlüssel verteilt. Verifizierte Betreiberprofile der bisherigen Route mit niedrigeren Sicherheiten und höheren Ertragsanteilen schieben die Schwelle noch höher.
Warum der Stake entscheidet. Ein Schlüssel erhält zuerst 32 ETH über die Einzahlungswarteschlange und wartet dann in einer Aufstockungsschlange mit 16 Plätzen nach dem Prinzip „first in, first out“, bedient in Schritten von 2 ETH, sobald Stake verfügbar ist. Die vorgeschlagene Obergrenze des Moduls liegt bei 2 Prozent von Lidos Stake; einen vollen Validator bekommt also niemand zugesagt. Die vorgeschlagene Konfiguration nutzt 28-Tage-Zeiträume mit einer Drei-Strikes-Schwelle, und Strafen wachsen mit dem Guthaben: Bei 2.048 ETH kostet der Ausschluss wegen schlechter Leistung 16,512 ETH, ein verspäteter Ausstieg 6,4 ETH.

Was das bedeutet
Die neue Route tauscht eine deutlich höhere Einstiegssicherheit gegen weniger, größere Validatoren. Ob sich das für einen Betreiber lohnt, hängt weniger von der Sicherheit ab als davon, wie schnell die Warteschlange seinen Schlüssel füllt – und das bestimmen die Obergrenze des Moduls und die Zuflüsse ins Protokoll. Betreiber sollten mit dem durchschnittlich finanzierten Stake über die Zeit rechnen, nicht mit der Obergrenze von 2.048 ETH.