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MetaMask zieht Ethereum-Validatoren ab, nachdem Blockerträge umgeleitet wurden

MetaMask hat begonnen, die von ihm betriebenen Ethereum-Validatoren abzuziehen, nachdem ein Sicherheitsvorfall einen Teil seiner Staking-Infrastruktur betroffen hat, berichtet CoinDesk. Das Unternehmen erklärte, es habe keine unmittelbare Gefahr für MetaMask-Wallets festgestellt und die betroffenen Validatoren vorsorglich abgezogen.

Der sichtbare Schaden ist bisher gering. Der Ethereum-Sicherheitsforscher Kaden schrieb auf X, 18 von 19 MetaMask-Validatoren, die für erzeugte Blöcke Zahlungen erhalten hatten, hätten diese an eine unerwartete Adresse geschickt; er schätzt den umgeleiteten Betrag auf etwa 0,36 ETH. Nach seiner Analyse betreffen die vorsorglichen Austritte rund 17.000 Validatoren mit etwa 523.000 ETH. Laut CoinDesk hatte MetaMask diese Zahlen bis Donnerstagnachmittag asiatischer Zeit weder bestätigt noch erklärt, wie seine Systeme kompromittiert wurden.

Der Mechanismus ist wichtig. Ein Validator hat eine eigene Adresse für Gebühren aus erzeugten Blöcken; wer sie ändert, lenkt Einnahmen um, ohne zu berühren, wohin das gestakte ETH bei der Auszahlung geht. Wer die Schlüssel eines Validators hält, könnte ihn grundsätzlich auch widersprüchliche Nachrichten signieren lassen und ein Slashing auslösen, bei dem ein Teil des Stakes vernichtet wird; weder MetaMask noch Lido haben dergleichen gemeldet.

Lido, das ETH von Nutzern bündelt und auf Betreiber wie MetaMask verteilt, teilte mit, die betroffenen Validatoren hätten am Mittwoch begonnen, das System zu verlassen, die letzten sollten bis 7. Oktober nicht mehr staken. Austritt und Wiedereintritt könnten wegen der Warteschlange bis zu etwa 45 Tage dauern, in denen keine Erträge anfallen. Inhaber von stETH müssten nichts tun, so Lido.

MetaMask zieht Ethereum-Validatoren ab, nachdem Blockerträge umgeleitet wurden
MetaMask zieht Ethereum-Validatoren ab, nachdem Blockerträge umgeleitet wurden — Coin Brief

Warum das wichtig ist

Der Stake war nie so gefährdet wie Gelder bei einem Wallet-Hack – genau dafür trennt Ethereum Auszahlungs- und Gebührenadressen. Der Preis ist der Austritt selbst: Hunderttausende ETH bringen wochenlang nichts, weil ein Betreiber nicht ausschließen konnte, dass seine Schlüssel offenlagen.