Das britische Zulassungsfenster für Kryptofirmen öffnet am 30. September
Die britische Financial Conduct Authority hat am 16. September Leitlinien dazu veröffentlicht, wie das Recht hinter dem kommenden Kryptoregime anzuwenden ist und welche Tätigkeiten eine Zulassung durch die FCA erfordern. Erfasst sind fünf Tätigkeitsfamilien: die Ausgabe von Stablecoins, sofern sie nach britischen Regeln qualifiziert sind, der Betrieb einer Handelsplattform für Kryptowerte, Eigenhandel und das Vermitteln von Geschäften, die Verwahrung sowie das Arrangieren von Staking.
Die Termine sind der Kern:
- 30. September 2026 — das Zulassungsfenster öffnet, Anträge sind möglich;
- Oktober 2026 — die FCA konsultiert zu gezielten Aktualisierungen eben dieser Leitlinien;
- 25. Oktober 2027 — das Regime tritt in Kraft.
David Geale, bei der FCA zuständig für Verbraucher, Zahlungsverkehr und Wettbewerb, beschreibt es als die Klarheit, um die Firmen gebeten hätten, damit sie sich mit Zuversicht vorbereiten könnten.
Die Oktober-Konsultation ist keine Formsache — sie ist der Grund für den Vorbehalt in den Leitlinien. Die Regierung hat das zugrunde liegende Gesetz geändert und dabei begrenzte Ausnahmen sowie Klarstellungen für bestimmte technische Dienstleister eingeführt; die FCA kündigt an, die Leitlinien daraufhin zur Konsultation zu stellen. Abgedeckt werden sollen qualifizierte Stablecoins im UK, Eigenhandel und Market Making, bestimmte Technologieanbieter, dezentrale Protokolle, Verwahrlösungen unter Beteiligung von Zentralverwahrern sowie Finanzwerbung.
Die FCA selbst hält fest, dass die Änderungen die meisten Kryptofirmen nicht betreffen und die Leitlinien schon jetzt zur Vorbereitung taugen.

Was das bedeutet
Firmen müssen sich einordnen, bevor die Regeln fertig sind. Anträge sind ab dem
- September möglich; die Leitlinien dazu, welche Tätigkeiten erfasst sind, gehen im Oktober in die Konsultation. Wer in den ersten Wochen einreicht, liest eine Abgrenzung, die die Aufsicht bereits zu überarbeiten angekündigt hat.
Die Themenliste der Konsultation ist eine Liste der offenen Ränder. Dezentrale Protokolle, Technologieanbieter, Eigenhandel und Market Making sind genau die Kategorien, in denen „sind wir erfasst?" am schwersten zu beantworten ist — und genau sie stehen für den Oktober auf der Liste. Wer dort sitzt, hat mehr Grund zu warten als ein Stablecoin-Emittent.
Dreizehn Monate sind der reale Vorlauf. Dass das Fenster ein Jahr vor Inkrafttreten öffnet, ist Warteschlangenverwaltung der Aufsicht: Zulassung ist ein Verfahren, kein Formular.