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Die drei EU-Aufseher nennen Nicht-EU-IKT-Anbieter als Systemrisiko

Die drei Europaeischen Aufsichtsbehoerden — EBA, EIOPA und ESMA — veroeffentlichten am 23. September 2026 ihren gemeinsamen Bericht zu Risiken und Verwundbarkeiten fuer Herbst 2026 und benennen externe Abhaengigkeiten, neue Technologien und privates Kreditgeschaeft als zentrale Schwachstellen des EU-Finanzsystems. Die Ergebnisse wurden am 10. September dem Financial Stability Table des Wirtschafts- und Finanzausschusses der EU vorgelegt.

Zu den Abhaengigkeiten warnen die Behoerden, dass die Stuetzung auf Anbieter und Infrastrukturen ausserhalb der EU geopolitische Schocks und Betriebsstoerungen verstaerken koenne; besonders besorgt sind sie ueber IKT-Dienstleister ausserhalb des Europaeischen Wirtschaftsraums, daneben ueber wachsende Cyberrisiken durch «zunehmend leistungsfaehige KI-Modelle». Investmentfonds haetten erhebliche Engagements in den USA, vor allem Aktien-UCITS und alternative Fonds, waehrend Rentenfonds geografisch breiter streuen.

Zum privaten Kreditgeschaeft: in der EU noch klein, aber rasches Wachstum, begrenzte Transparenz und zunehmende Verflechtung koennten in Stressphasen Risiken schaffen.

Die Kernaussage bleibt dennoch, dass das System hielt. EU-Aktien erreichten Rekordstaende, die Spread-Ausweitung bei Anleihen blieb begrenzt, Fonds blieben durch die Schwankungen stabil, und Banken arbeiteten mit starker Profitabilitaet und hohen Kapitalquoten — bei erwarteter Verschlechterung der Aktivaqualitaet in Gewerbeimmobilien und KMU.

Die drei EU-Aufseher nennen Nicht-EU-IKT-Anbieter als Systemrisiko
Die drei EU-Aufseher nennen Nicht-EU-IKT-Anbieter als Systemrisiko — Coin Brief

Was das fuer diesen Sektor bedeutet

«Anhaltende Volatilitaet bei Krypto-Assets» steht im Absatz zur Widerstandsfaehigkeit, nicht in der Liste der Verwundbarkeiten — und diese Platzierung ist die Nachricht fuer alle, die das aus der Branche heraus lesen. Die Behoerden beschreiben Krypto als Teil des volatilen Umfelds, das das System verkraftet hat, nicht als eines der drei Dinge, die Stress uebertragen koennten. Ein Jahr MiCA-Aufsicht hat offenkundig keine Systemrisiko-Rahmung hervorgebracht.

Wo der Sektor auftaucht, taucht er mittelbar auf, unter den externen Abhaengigkeiten. Die Sorge um IKT-Anbieter ausserhalb des EWR betrifft die Konzentration auf eine Handvoll nichteuropaeischer Infrastrukturbetreiber — und Krypto-Dienstleister gehoeren zu den am staerksten konzentrierten Nutzern genau dieser Infrastruktur. Die Warnung richtet sich nicht an sie, aber das beschriebene Risiko ist auch ihres.

📌 Das ist ein Risikobericht, keine Regel. Er aendert keine Pflicht; er zeigt, wohin die aufsichtliche Aufmerksamkeit wandert — und das lohnt ein Quartal vor jeder Konsultation zu verfolgen.