Fed startet Konsultation zu zwei Stablecoin-Regeln und schreibt volle Deckung in die erste
Das Federal Reserve Board hat eine oeffentliche Konsultation zu zwei Vorschlaegen eroeffnet, die den Aufsichtsrahmen fuer jene Zahlungs-Stablecoin-Emittenten schaffen sollen, die es nach dem GENIUS Act beaufsichtigt. Der erste verlangt, dass solche Emittenten ihre Stablecoins vollstaendig mit zulaessigen Reserveaktiva decken, und das Board benennt, was es darunter versteht: kurzlaufende Schatzwechsel und bestimmte weitere hochwertige, liquide Aktiva.
Das ist der Ausbau des Aufsichtsapparats, keine neue politische Richtung. Der GENIUS Act hat die Struktur gesetzt; diese Vorschlaege fuellen aus, was ein beaufsichtigter Emittent tatsaechlich halten muss und wie das geprueft wird.

Was das bedeutet
Die volle Deckung ist die Schlagzeile und zugleich das am wenigsten Ueberraschende. Der Gehalt steckt im Wort zulaessig. Eine Reserveanforderung ist nur so stark wie die Liste der Aktiva, die daran haengt, und kurzlaufende Schatzwechsel plus hochliquide Aktiva ist eine enge Liste, gemessen daran, was in Stablecoin-Reserven historisch gelegen hat: Commercial Paper, Einlagen bei Instituten unterschiedlicher Guete, mitunter Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen.
Praktisch trifft das Emittenten, deren Geschaeftsmodell an der Verzinsung der Reserve haengt. Eine enge Liste deckelt, was der Bestand verdienen kann, und damit sieht die Oekonomie eines beaufsichtigten Emittenten eher nach einer engen Bank aus als nach einem Geldmarktfonds. Das ist eine bewusste Konstruktion und gehoert benannt, denn sie entscheidet, wer diese Aufsicht will und wer sich so aufstellt, dass er sie vermeidet. In Konsultationen werden genau diese Argumente schriftlich vorgetragen — die Stellungnahmen werden also aufschlussreicher sein als der Vorschlag.