New York sperrt Ex-Celsius-Chef Mashinsky dauerhaft für Finanz- und Kryptobranche
Die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, hat am 9. Oktober einen Vergleich mit Alex Mashinsky bekanntgegeben, Mitgründer und früherer Chef des zusammengebrochenen Krypto-Kreditgebers Celsius Network. Er verhängt ein dauerhaftes Verbot, in der Wertpapier-, Rohstoff- und Kryptowährungsbranche tätig zu sein, und sichert dem Bundesstaat bis zu 35 Millionen Dollar – beides abhängig davon, wie sein separates Bundesstrafverfahren ausgeht.
Der Fall. Die Generalstaatsanwältin hatte Mashinsky 2023 verklagt. Der Vorwurf: Er habe Hunderttausende Anleger betrogen, darunter mehr als 26.000 New Yorker, indem er sie über die Sicherheit von Celsius täuschte, um Einlagen anzuziehen. Laut den Ermittlungen der Behörde behauptete er, Celsius sei sicherer als eine Bank und verleihe nur risikoarm an seriöse Partner, während Kundengelder regelmäßig in riskanten Strategien steckten, deren Verluste er verschwieg. Zudem habe er sich nicht wie nach New Yorker Recht vorgeschrieben als Vertriebsmitarbeiter sowie als Wertpapier- und Rohstoffhändler registriert.
Wie das Geld funktioniert. Die 35 Millionen sind keine einfache Zahlung. 25 Millionen Dollar schuldet er New York nur dann, wenn er die im Strafvergleich zugesagten 10 Millionen Dollar an unrechtmäßigen Gewinnen nicht an den Bund abgibt – zusätzlich zu bereits eingezogenem Vermögen. Weitere 10 Millionen Dollar werden nur fällig, wenn er seine Haftstrafe nicht vollständig verbüßt, wie vom Strafgericht angeordnet.

Mashinsky verbüßt 12 Jahre in einem Bundesgefängnis; im Bundesverfahren wurde die Einziehung von mehr als 48 Millionen Dollar angeordnet. Neue Zahlungen an Celsius-Gläubiger schafft der Vergleich nicht. Die Generalstaatsanwältin verweist darauf, dass im Insolvenzverfahren bis August 2026 mehr als 3,4 Milliarden Dollar an Gläubiger verteilt wurden und Gründer und Führungskräfte von Celsius gesondert 16,5 Millionen Dollar an die Federal Trade Commission zahlten.
Das Verbot. Die Behörde nennt es dauerhaft; es umfasse Wertpapier-, Rohstoff- und Kryptogeschäft. Ein Bericht von CryptoSlate über den Vergleichstext meldet eine Ausnahme für Mashinskys eigene private Käufe und Verkäufe sowie sein Eingeständnis, Anleger über die regulatorische Zulassung von Celsius und seine eigenen Verkäufe des CEL-Tokens getäuscht zu haben; die Mitteilung der Generalstaatsanwältin selbst nennt diese Details nicht.
Warum ein Verbot für einen Häftling zählt. Branchenverbote überdauern Haftstrafen. Da vorzeitige Entlassungen im US-Bundessystem verbreitet sind, nimmt das dauerhafte Verbot die Möglichkeit, nach der Entlassung wieder ein Finanzgeschäft zu führen oder zu beraten – und die 10-Millionen-Klausel setzt einen Preis auf jede Verkürzung der Strafe. Die Mitteilung reiht den Fall in weitere Krypto-Verfahren der Behörde ein, darunter einen Vergleich über 5 Millionen Dollar mit der Plattform Uphold im April 2026.
Quelle: Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaats New York, 9. Oktober 2026 — https://ag.ny.gov/press-release/2026/attorney-general-james-bans-former-cryptocurrency-ceo-who-defrauded-investors