Senator Blumenthal fordert von Cantor Fitzgerald Tether-Akten bis 23. Oktober
Senator Richard Blumenthal, ranghöchster Demokrat im Ständigen Untersuchungsunterausschuss des US-Senats, hat in einem Brief von der Investmentbank Cantor Fitzgerald Unterlagen zu ihrer Beziehung mit dem Stablecoin-Emittenten Tether verlangt, berichtete Cointelegraph am 9. Oktober. Antwort soll bis zum 23. Oktober kommen.
Was der Brief verlangt. Gerichtet an Cantor-Chairman Brandon Lutnick, fragt er, wie Cantor Tethers Einhaltung von Bank- und Sanktionsrecht überwacht; nach aller Kommunikation mit Handelsminister Howard Lutnick zu Tether, auch nach seinem Ausscheiden bei Cantor; nach den Bedingungen seines Rückzugs aus dem Unternehmen und nach Krediten oder Finanzierungen von Tether für ihn oder seine Familie im Zuge der Eigentumsübertragung; ob Cantor unabhängige Prüfungen von Tether verlangt; ob es je erwogen hat, die Partnerschaft zu beenden; und was es zur Prüfung von Vorwürfen illegaler Finanzierung und Sanktionsumgehung unternommen hat.
Der Hintergrund, laut Brief und Bericht. Cantor verwahrt seit 2021 einen Teil der US-Staatsanleihen, die Tethers Reserven decken, und erwarb 2024 Rechte an einer Beteiligung von 5 % an Tether, ein Geschäft, das Howard Lutnick als Chairman und CEO mitverhandelte; nach seiner Bestätigung durch den Senat im Februar 2025 trat er zurück, seine Söhne führen nun das Unternehmen. Blumenthal behauptet, der geschätzte Wert der Beteiligung sei von 600 Millionen auf 10 Milliarden Dollar gestiegen und Howard Lutnick habe in dieser Zeit mehr als 250 Millionen Dollar erhalten. Der Brief folgt auf einen Bericht der demokratischen Ermittler des Ausschusses vom vergangenen Monat, der behauptet, USDT sei zu einem zentralen Werkzeug im iranischen Schattenbankensystem geworden; Blumenthal hat Finanz- und Justizministerium gebeten, mögliche Sanktionsverstöße zu prüfen.

Die andere Seite. Tether erklärte, seit Jahren mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten und in diesem Jahr fast 550 Millionen Dollar an Iran-bezogenen USDT eingefroren zu haben. Laut Cointelegraph reagierten Cantor und Tether nicht sofort auf Anfragen.
Was das ist — und was nicht. Ein Brief des ranghöchsten Minderheitsvertreters ist eine Bitte um Dokumente, keine Vorladung, und die genannten Zahlen sind Behauptungen des Senators, keine Feststellungen. Verfolgenswert sind die Frist und die Fragen selbst: Sie zielen darauf, wie ein US-regulierter Verwahrer der Reserven eines Stablecoins die Sanktionstreue des Emittenten prüft — eine Frage, der sich Aufseher über Stablecoin-Verwahrung stellen müssen, gleich wer sie stellt.
Quelle: Cointelegraph, „Cantor Fitzgerald faces Senate Democrat's questions over Tether ties“, 9. Oktober 2026 — https://cointelegraph.com/news/cantor-fitzgerald-faces-senate-democrats-probe-over-tether-ties