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Eine Solana-v1-Transaktion soll 96 Konten sperren dürfen statt 64

SIMD-0596 schlägt vor, die maximale Zahl von Kontoadressen, auf die eine Solana-Transaktion der Version 1 verweisen darf, von 64 auf 96 zu erhöhen. Gezählt wird alles in der Kontenliste der Transaktion: Signierende, Programm-IDs sowie schreibbare und nur lesbare Konten. Legacy- und v0-Transaktionen behalten die Grenze von 64.

Der Vorschlag stammt von Andrew Fitzgerald (Anza), erstellt am 11. August 2026, und erweitert SIMD-0385. Die Begründung steht unverblümt darin: Die Laufzeitumgebung begrenzt v1-Transaktionen auf 64 Kontosperren; ein höheres Limit erlaubt mehr Konten und lässt zugleich Platz für Signaturen, Instruktionen und Instruktionsdaten innerhalb der Größengrenze der Transaktion.

⚠ Status ist Draft, und im Kopf steht beim Feature-Key weiterhin der Platzhalter, der erst nach Annahme ausgefüllt wird. Eingeplant ist hier nichts.

Eine Solana-v1-Transaktion soll 96 Konten sperren dürfen statt 64
Eine Solana-v1-Transaktion soll 96 Konten sperren dürfen statt 64 — Coin Brief

Was das bedeutet

Kontosperren sind Solanas Einheit der Nebenläufigkeit — deshalb ist die Zahl interessant. Die Laufzeitumgebung plant Transaktionen parallel, indem sie schaut, welche Konten jede schreibt. Wer mehr Konten referenziert, hält mehr Sperren; ein höheres Limit lässt einzelne Transaktionen mehr erledigen — und gibt dem Scheduler größere, schlechter teilbare Pakete.

Bindend ist die Transaktionsgröße, nicht die Anzahl. Die Begründung sagt es selbst: 96 Adressen müssen neben Signaturen und Instruktionsdaten in die Größengrenze passen. Die Erhöhung schafft keinen Platz, sie erlaubt nur, den vorhandenen anders auszugeben.

Nur v1 bewegt sich, und die Spaltung ist das Relevante fürs Tooling. Wer Legacy- oder v0-Transaktionen baut, ist nicht betroffen. Code, der eine einzige Obergrenze für alle Formate annimmt, muss künftig zwei Zahlen kennen.

Geschrieben von Victoria Shinder.