SIMD-0550 zur doppelten Disinflation von Solana auf Integer-Plan umgestellt
SIMD-0550, ein Vorschlag zweier Helius-Mitarbeiter, die Ausgabe neuer SOL schneller zu drosseln, wurde am 29. Oktober so überarbeitet, dass er auf dem neuen ganzzahligen Inflationsplan des Netzwerks aufsetzt. Die Änderung, zusammengeführt als Pull Request #704, schreibt den technischen Entwurf des Dokuments neu; der Status bleibt Review.
Die Idee ist einfach: Solanas jährliche Disinflationsrate soll von 15 % auf 30 % steigen. Der Vorschlag versteht sich als einfacherer Nachfolger von SIMD-0228, dem marktbasierten Inflationsmechanismus, der das Quorum verfehlte, und als Neuauflage der früheren Einreichung SIMD-0411. Nach Schätzung der Autoren verkürzt die Verdopplung den Weg zur endgültigen Emissionsrate von etwa 5,7 auf etwa 2,8 Jahre und senkt die Ausgabe über sechs Jahre um rund 18,9 Millionen SOL, etwa 2,6 % unter dem heutigen Plan. Da 41 % der Validatoren bereits keine Provision auf Emissionen nehmen, würden die meisten kaum Einnahmen verlieren, argumentieren sie.
Die Überarbeitung legt die Mechanik fest. Ein Feature-Gate namens double_disinflation_rate darf erst nach dem Integer-Zeitplan aus SIMD-0607 aktiviert werden. Im Aktivierungsslot berechnen Clients einen Ankerwert mit der bisherigen 15-%-Rate und wenden ab diesem Anker die 30-%-Rate an; die Inflationsrate bleibt im Moment der Umstellung also gleich, und nichts wird rückwirkend angewendet. Der neue Plan gilt für Belohnungen ab der Epoche nach der Aktivierung. Der gespeicherte Inflationsparameter behält die Anfangsrate 0,08 und ändert die Abschwächung auf 0,30. Weil Belohnungen in die Bank-Hashes eingehen, muss das Gate dauerhaft im Client bleiben, damit jeder, der ab Genesis nachspielt, denselben Zustand erreicht.

Was das bedeutet
Die Neufassung macht aus einem einzeiligen ökonomischen Vorschlag etwas, das Client-Teams identisch umsetzen können, die Voraussetzung für eine Abstimmung. Die politische Frage, an der SIMD-0228 scheiterte, klärt sie nicht. Halter und Staker sähen eine langsamere Verwässerung; am stärksten ändern sich die Einnahmen der Validatoren, die noch Provision auf Inflationsbelohnungen nehmen.